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1. Kapitel

„Setzt dich bitte wieder hin und nimm deinen Kopf von meinem Schoß!“, sagte ich etwas entsetzt. Darauf war ich nicht gefasst gewesen.

„Hab ich was falsch gemacht oder was ist los?“, schaute mich Matt fragend an während er sich schnell wieder aufsetzte.

„Ach, natürlich hast du nichts falsch gemacht, du Tölpel. Du kannst ja nichts dafür“, dachte ich vor mich hin und verdrehte die Augen. Es war wie immer wenn wir uns trafen. Erst saßen wir auf seinem ausgezogenen Sofa und unterhielten uns ein bissen, dann schmiss er einen Film in den DVD-Spieler oder wir schauten fern, während ich es mir in der einen Ecke des Sofa gemütlich machte und er in der anderen. Bloß genügend Abstand halten, man wollte ja nicht auf falsche Gedanken kommen, schließlich hatte er kein Interesse mehr an mir und war zudem noch vergeben. Trotzdem konnte ich es nicht lassen etwas mit ihm zu unternehmen, nur, um ihn ein paar Stündchen in meiner Nähe zu haben.

So auch an diesem Abend.

„Nein, alles in Ordnung“, log ich ihm ins Gesicht und lächelte. Im Emotionen verbergen war ich ziemlich gut, muss ich zugeben.

„Warum sollte ich mich dann wieder hinsetzten? Ich dachte du magst das?“, gab er verwirrt von sich.

„Das stimmt ja auch“, sagte ich und dachte bei mir „und jedes Mal wenn du das machst würde ich am liebsten über dich herfallen!“ Natürlich wusste er das nicht. Zum Glück! Wie hätte ich ihm das denn auch erklären sollen?

„...es ist nur, na ja, mir ist irgendwie schlecht vom Abendessen. Meine Mum hat wieder mal nicht sonderlich gut gekocht.“ So ein Schwachsinn. Es gab mein Lieblingsessen, Möhrengemüse mit Fleisch und dazu selbstgemachten Vanillepudding.

„Ach so, wusst’ ich ja nicht, ’tschuldige“, sagte er nichtsahnend und lehnte sich wieder ans Sofa.

„Aber Jodi, sag mal, du bist in letzter Zeit trotzdem irgendwie komisch gewesen. Wollt ich dir nur mal sagen, nicht, dass es nachher wieder heißt ich hätte dich nicht darauf hingewiesen!“

„Blöder, naiver Idiot!“, dachte ich und seufzte laut.

Nach etwa einer Stunde war der Film endlich zuende und ich machte mich unter vorgespielter Müdigkeit auf den Heimweg. Weit hatte ich es ja nicht, nur ein paar Häuser. Seufzend ließ ich mich auf mein großes Bett fallen und dachte nach, wie es wohl weitergehen könnte. Doch schon nach kurzer Zeit schlief ich ein. Der Kerl macht mich einfach fertig!

12.8.08 19:06
 


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